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iPhone-Reparatur, ein kleiner Erfahrungsbericht

Es war der unrühmliche Gipfel eines durch und durch ätzenden Tages: mein iPhone (5), das mir aus der Brusttasche der Bluse aufs Laminat fiel, und zwar genau auf die Ecke, in der auch der Power-Button ist. Das Glas war durch und durch gerissen, und in besagter Ecke rieselten mir Glassplitter entgegen. Stand aber zu keinem Zeitpunkt zur Diskussion, dann halt auf das Gerät zu verzichten — ich wickle einfach sehr viel darüber ab. Wie viel, das merkte ich erst in den folgenden Tagen

iPhone_1 Unser Apple-Systemhaus fühlt sich für iPhone-Belange nur bedingt zuständig; die Konditionen waren auch schlecht, ich hätte das Gerät erst einschicken müssen, hätte dann irgendwann Ersatz dafür erhalten — und das hätte mich dann ~260 Euro gekostet. Der Mitarbeiter vom Apple-Laden empfahl mir die lokale Handy-Klinik; tatsächlich werben die sogar damit, dass man das Gerät nach höchstens 90 Minuten repariert zurück erhält. Der Austausch vom Display — man wechselt hier nicht nur das Glas, sondern das gesamte Display — wäre auf 160 Euro gekommen.

iPhone_2 Über (Mal wieder! Es ist einfach genial!) Twitter wurde ich auf die Idee gebracht, selbst Hand anzulegen — sozusagen. Rund 80 Euro für die Hardware nebst Werkzeug schienen fair, und bei der Gelegenheit bestellte ich gerade noch einen neuen Akku mit. Zwar ist das Ganze nicht »Prime«-bestellbar, der Versand ist dennoch kostenfrei und sehr schnell. Für den eigentlichen Tausch räumte ich mir dann aber doch Arbeitsfläche frei, Mann und Kinder waren unterwegs — hier wollte ich Ruhe haben.

iPhone_3 War auch besser so; durch den derben Schlag hat nämlich auch das Gehäuse eine Delle, und dadurch ging das Display nur unglaublich schlecht raus — dauerte sicher 40 Minuten. Glücklicherweise hatte ich für den Saugnapf leidlich Fläche, sonst hätte ich es sicher nicht geschafft — aufgrund des verbogenen Rahmens hätte das kleine Werkzeug niemals gepasst. Die Kombination aus Saugnapf, kleinem Werkzeug und gaaaanz viel Geduld brachte es aber schliesslich
Nachdem ich mir am Akku fast das Leben genommen hätte (der war wirklich mit Starkkleber da reingepappt) ging das neue Display dann auch entsprechend schlecht rein; auch hier war wieder Fingerspitzengefühl gefragt; das Bild zeigt die geschrammte Ecke, schon mit neuem Display.

iPhone_4 Ich war froh, als ich den altvertrauten Boot-Apfel sehen durfte Danach gab es erstmal einen grossen Schreck, da der Home-Button nicht reagierte… Mit dem nächsten Reboot erledigte sich das aber von selbst. Keine Ahnung. Alles in allem also eine gelungene Aktion. Deutlich höherer Zeitaufwand, als im Giga-Video angegeben, aber das ist okay für mich. Ob ich das allerdings jedem empfehlen möchte? Ich kenne genug Leute, die sich beim Versuch einer solchen Reparatur das Gerät final schrotten würden Man sollte schon wissen, was man tut. Und gaaaanz vorsichtig sein.

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Unfähig

Am Morgen ist meist alles noch recht entspannt. Am Morgen stopft sich das Kind mit Marmeladenbrot voll, das Baby strampelt unterm Spielbogen, die Mama zieht sich gepflegt ihren Kaffee rein.

Der Papa füttert das quietschende Baby, und dann verabschiedet er sich in Richtung Arbeit. Ich winke am offenen Fenster, das Kind steht draussen in Nachthemd und Gummistiefeln in einer Pfütze, dicke Tränen in den grossen dunklen Augen: »Mama, der Baba hat gar nich richtich gewinkt!«

Ich sammle sie ein, tröste sie, nehme sie in den Arm. Nach der langen Elternzeit, die der Mann hatte, ist seine Berufstätigkeit wie ein Schock für die Kleine. Ich würde sie gerne kuscheln, sie trösten; vielleicht ein Buch mit ihr lesen oder einen Turm bauen. Doch das Baby, das die ganze Zeit schon unwillig meckerte, brüllt nun müde, also stecke ich es ins Tragetuch. Acht Kilogramm stramm unter die Brust gebunden wandere ich nun das Wohn-/Esszimmer auf und ab, denn ohne Bewegung schläft das Baby nicht.

Mit leider auch nicht: es stemmt sich weg, verkratzt mir den Hals, quietscht und meckert und schreit. Das Kind versucht, mich zum Bau einer Duplo-Burg zu animieren, was ich mit Verweis auf das brüllende Baby ablehnen muss. Enttäuscht zieht sich das Kind zurück, spielt unlustig mit den Bausteinen — sie sieht so traurig aus. Das Baby, dem ich inzwischen eine Tuchbahn über den Kopf gezogen habe, gibt Ruhe, sein Köpfchen sackt nach vorne — endlich, nach einer halben Stunde Wanderung, schläft es. Das Kind schaut interessiert auf und brüllt begeistert »Baby slääääft!!!«, woraufhin das Baby zusammenzuckt und umgehend sein Gebrüll fortsetzt. Vor Schreck schreit das Kind nun auch. Ich heule mit.

Das Tragetuch ist für mich eher Mittel zum Zweck; der Hype, der darum gemacht wird, ist nicht so meins. Ich mache nicht gerne Haushalt, wenn das Baby im Tuch steckt. Kochen oder Hantieren am Backofen kommt für mich nicht in Frage. Viele Dinge gehen nur eingeschränkt, und ziemlich viele gehen auch gar nicht. Zumal es mit dem Binden des Tuches ja nicht getan ist: ich muss mich bewegen, möglichst gleichförmig, möglichst immer. Tue ich es nicht, schreit das Baby.

Tue ich es, schreit das Kind.

Schlimmer ist es jedoch, wenn das Kind nicht schreit; nur tieftraurig schaut. Nicht aufbegehrt. Nichts sagt. Heute hat sie kaum etwas gegessen. Stand plötzlich, als das Baby schrie, nur bekleidet mit einem T-Shirt im Hof, die nackten Füßchen in einer kalten Pfütze. Und hielt sich die Ohren zu.

So schnappte ich beide, verfrachtete sie ins Auto. Das Baby schläft nach einigen Minuten Autobahn bei 100km/h ein; spielen kann ich mit dem Kind zwar nicht, aber wir können reden, singen und kichern. Was nun? Manchmal fahre ich zu IKEA. Nicht, weil ich etwas brauche. Aber dort fällt es — sowohl mir als auch dem Kind — nicht so schwer, das ständige Tragetuch zu akzeptieren, und das Kind kann rennen und spielen. Alles ist besser, als zu Hause zu sitzen.

Nach neun Stunden allein mit den beiden bin ich fix und fertig. Das Kind hat etwa zweihundert Mal nach dem Baba gefragt, hatte mehrere Tobsuchtsanfälle (und einen davon, weil ich dem nicht anwesenden Baba keinen Kaffee gekauft habe); das Baby schreit vor Hunger und schreit dann (statt zu trinken) munter die Flasche an, während zum achten Male das »Dschungelbuch«-Hörbuch durchläuft. Ohne Schmerzmittel ist das pausenlose Auf-den-Beinen-Sein für mich und mein Thrombose-Bein kaum möglich, ich habe »Heuschnupfen aus der Hölle«, und ich bin völlig unfähig.

Heute ist ein schwarzer Tag für mich — in erster Linie deshalb, weil kein Land in Sicht ist. Beide Kinder brauchen mich, ich kann ihnen nicht gerecht werden, auch nicht dem Haushalt und nicht mir. Einen sehr ausgiebigen Ausraster hatte das Kind, als ich mich erdreistete, zum Aussteigen ihren Autositzgurt zu öffnen; in diesem Zusammenhang ist mir das iPhone aus der Brusttasche gefallen, das Display ist in Fetzen — so richtig durchgebrochen, streicht man übers Display, hat man kleine Glassplitter in den Fingerspitzen… Wenn die beiden morgen also ständig ausrasten, habe ich nicht einmal das Twitter-und-SMS-Ventil…

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Ich komm’ zu nix…

Seit Tagen immer wieder das gleiche Spiel: schon früh am Morgen schwirren mir die Gedanken durch den Kopf, formen sich Sätze zu Texten, und sie alle warten nur darauf, endlich niedergeschrieben zu werden. Ich habe Ideen, was ich an Erscheinungsbild und Funktionalität des Blogs gerne basteln würde.

Und dann ist endlich Abend; die grosse Kleine wurde mit »Geschichte — Erzählen — Mumie — Lied — kein Kuss!!« ins Bett verfrachtet, die kleine Kleine gewickelt und geknutscht, ich sitze am Rechner — und mein Kopf ist leer. Keine Ideen, keine Motivation, meist lande ich auf Youtube und hangle mich von einem Song zum nächsten… Natürlich ärgert mich das masslos, und jeden Tag nehme ich mir vor, es »morgen aber ganz bestimmt anders« zu machen. Klappt eigentlich nie.

Morgen beispielsweise begleite ich das die grosse Kleine für eine gute Stunde in den Kindergarten, den sie ab September dann so richtig und täglich besuchen möchte. Sie fühlt sich dort nicht unwohl, ist natürlich alles noch etwas fremd, und es sind sehr viele Reize, die da in relativ überschaubarer Zeit auf sie einstürzen. Das Baby im Tragetuch ist ebenfalls verwirrt ob des Geräuschpegels und macht alles, bloss nicht schlafen. Etwa eine Stunde nach Verlassen des Kindergartens brüllen dann beide Kinder, und von da an für den Rest des Tages.

Folglich freu ich mir schon jetzt ein Loch ins Knie, wenn ich an morgen denke

Ein mehrteiliges Tutorial zum Thema OpenLDAP steckt in der Queue, aber ich komme nicht dazu, das ordentlich auszuformulieren. Das ärgert mich, denn es ist eine spannende Sache! Auf meinem Schreibtisch stapeln sich die achte Staffel »Dr. House« (wobei ich die siebte auch noch nicht ganz geschaut habe) zwei Romane (»Der Distelfink« von Donna Tartt, »Agent 6« von Tom Rob Smith), zwei Sachbücher (»Amon — Mein Grossvater hätte mich erschossen« von Jennifer Teege, »Das Nagios/Icinga-Kochbuch« von Timo Kucza und Ralf Staudemayer), ein Backbuch (»Kuchen im Glas«, GU), ein Notizbuch mit den Maßen der Puppenstube, die ich renovieren muss — und ich komme einfach zu nix. Seufz.

Ich hoffe mal, RSS-mässig ist alles im grünen Bereich, und meine Leser sind alle noch da?

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RSS-Link ändert sich!

RSS-Feed Sysadmin-Only-Feed

Als ich zu bloggen begann, war die Installation der Infrastruktur die eigentliche Herausforderung. Ausserdem flog da mit localwurst.de noch eine unbenutzte Domain herum, die ich gerne irgendwie verwenden wollte. Nach anfänglicher Ratlosigkeit nutzte ich das Ganze als persönliches Notizbuch für Konfigurationsschnipsel und kranke Ideen. Nach kurzer Zeit begann ich, diese kranken Ideen auszuformulieren. Ich habe immer schon gerne geschrieben, und Gerüchten zufolge liest sich mein Geschreibsel bisweilen ziemlich gut.

Das Tagebuch ist nun kurz vor seinem 8. Geburtstag, und die Themen sind inzwischen weit gestreut — ich schreibe über alles, was mir wichtig ist, was ich ist, und das fängt bei der Familie an und geht bei der Systemadministration weiter. Rein SEO-mässig dürfte das ziemlich ungeschickt sein, da ich auf diese Art meine Leserschaft immer wieder verprelle — für eine Familienblog stelle ich zu wenig Kinderfotos ein, und die Schwangerschafts-und-Stillgeschichten langweilen die Techie-Leser. Die Mütter, die mich eventuell abonniert haben, die Leute, die an Handarbeiten interessiert sind gucken dumm, wenn ich in absehbarer Zeit mein OpenLDAP-Tutorial online stelle.

Wordpress bietet nun die Möglichkeit, einzelne Kategorien per Feed zu abonnieren, wäre für den einen oder anderen Leser vielleicht interessant; funktioniert allerdings nicht, weil ich in einem Augenblick geistiger Umnachtung alles auf FeedBurner umgelenkt habe. Ich schwöre es — 2007 war FeedBurner total hip und cool und alle hatten das! Nun — inzwischen wird es nicht mehr weiterentwickelt, und ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht: selbst hosten ist am besten. Egal was. Dienste, die man aus der Hand gibt, neigen dazu, früher oder später auf die Nase zu fallen. Also kille ich diese Umleitung lieber jetzt als später, wenn ich vielleicht noch mehr Abonnenten habe als jetzt schon…

Derzeit lenkt der noch auf feed://feeds.feedburner.com/LocalwuerstchensTagebuch um, diese Umlenkung werde ich morgen rausnehmen. Man kann einen Haken setzen »With permanent redirection«, angeblich soll alles weiterhin funktionieren, ohne dass man etwas anpassen muss. Ich habe keine Erfahrungswerte und kann es aus naheliegenden Gründen vorher nicht ausprobieren Werden wir also morgen sehen. Ich würde mir sehr wünschen, keine/n einzige/n von euch zu verlieren :-*

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25. Juni 2014: Wie war dein Tag?

»Möchte runterschweben« — das Kind ist also wach. Ich bin es nicht, werde im weiteren Verlauf aber dazu gezwungen. Den iPod als Taschenlampe missbrauchend muss ich dem Kind leuchten, damit es unfallfrei den Weg bis zum Rolladenknopf findet. Sobald der Rolladen hochfährt, liege ich in meinem Nachtoutfit, mit zerwuschelten Haaren und noch immer geschlossenen Augen sozusagen auf der Strasse, da erstens der Raum mal als Verkaufsraum fungierte und ein entsprechend grosses und niedriges Fenster hat und zweitens die Vorhänge nicht mehr zugezogen werden dürfen, da sonst das Biene-Maja-Fensterbild »nichts mehr sehen kann«. Das klingt alles kompliziert. Und ist es auch.

9h00

Ich taste mich zur Treppe vor, während das Kind pausenlos auf mich einplappert, und unten trifft die gesammte Familie aufeinander. Das Kind erzählt und rennt rum, das Baby strampelt — Frühstückszeit. Leberwurst, Müsliriegelbrot, ein Glas Milch — das Kind ist begeistert. Kalter Kaffee: mehr braucht es nicht mehr, um mich morgens glücklich zu machen. Ich frühstücke aber grosszügig, da ich um 12 Uhr einen MRT-Termin in der Radiologie habe und zwei Stunden vorher keinesfalls mehr etwas essen darf.

11h00

Während ich mir mit der rechten Hand die Haare kämme, muss ich mit der linken ein Outfit zusammenstellen, das dem Kind zusagt (»Nich die Kirschensocken!«). Meine Frisur ist inakzeptabel, das Baby hat mir auf die Bluse gekotzt, mein linker Schuh ist weg. Also ungebügelte Bluse aus dem Wäschestapel zerren und überstreifen, Geldbeutel und Autoschlüssel suchen, Schuh am Fuss vom Kind wiederfinden (»Guck mal! Der passt mir!«). Das Baby zieht sich eine Decke über den Kopf und motzt. Der Mann hetzt umher, da er mit beiden Kindern ebenfalls einen Arzttermin wahrzunehmen hat.

11h45

Ich bin zu spät an. Der Mann fährt mit dem grossen Auto, weil da der Kindersitz schon drin ist. Ich sause mit dem blauen Flitzer in die Innenstadt, finde glücklicherweise direkt einen Parkplatz und auch die Praxis. Fast pünktlich erscheine ich am Empfang, lade alle Überweisungsscheine, Versichertenkarten und Laborberichte ab. Möglichst neutral bestätige ich der hochgezogenen Augenbraue, ja, ich stille. »So Leut unnersuche ma eintlisch net!« Aha. »Kläre se das mit da Ätzdin.« Alles klar.

Dass das Kontrastmittel Ärger machen würde, war vorher schon klar; für MRT werden in erster Linie Kontrastmittel auf Basis von Gadolinium verwendet, und in den Beipackzetteln, die ich im Netz gefunden hab, wird »in Absprache mit dem Arzt eine Stillunterbrechung von 24 Stunden« empfohlen. Es gibt auch viele Hinweise darauf, dass diese Mittel völlig unbedenklich seien, da der Wirkstoff maximal zu 0,04% in die Muttermilch übergehe und beim gestillten Säugling keinen Schaden anrichte — denn auch Babys injiziert man das Zeug, wenn sie eine MRT brauchen. Aber es ist wie bei Nasentropfen, Kamillentee und Durchfallmittel: in Schwangerschaft und Stillzeit wird abgeraten. Mein Hausarzt hatte sogar von einer mehrtägigen Stillpause gesprochen, da ich ja »ohnehin nicht richtig stille« könne ich das Zeug ja auch abpumpen und wegschmeissen. Und wie ihr euch denken könnt war ich davon nun so gar nicht begeistert!

Alles Metall soll ich vom Körper entfernen, Haarspange, Bügel-BH — Nasenpiercing. Uff. Sogar beim Kaiserschnitt hatte ich es nicht rausmachen müssen, und nun geht es nicht auf. Ich frage nach einer Zange, haben sie nicht. Ich bekomme einen blauen Gummihandschuh, funktioniert nicht. Das Personal saust rum und wirkt genervt. Wie sich herausstellt, schaut bei einer MRT des Beckens der Kopf oben aus der Röhre raus und das Piercing somit auch — wir kleben ein Pflaster drauf und gut.

Die MRT erbringt dann auch ganz ohne Kontrastmittel hinreichend aussagekräftige Bilder. Und das, obwohl hier sogar die Gefässe dargestellt werden mussten! Ich frage mich, wie oft diese chemischen Keulen verabreicht werden, obwohl es nicht sein müsste. Total happy verlasse ich nach über zwei Stunden die Praxis und schlendere gemütlich in Richtung Fussgängerzone. In der Parkhausauffahrt finde ich fünf Euro, die ich bei Starbucks in einen fettarmen und extrem koffeinhaltigen Caramel-Frappuccino umsetze. Ich nutze die seltene Gelegenheit, im Handarbeitsladen meine Wollbestände aufzustocken, und besorge aus meiner guten Laune heraus für jeden ein Geschenk. Koordination per Handy, Mann und Kinder (»HALLO MAMA!«) haben ihren Termin (»ICH WILL DER MAMA HALLO SAGEN!!!«) ebenfalls erfolgreich (»GIB! MIR! DAS! HANDY!«) absolviert und (zupfschreiknatsch) sind nun willens, sich (»ICH WILL DER MAMA TSCHÜSS SAGEN!«) bei IKEA (»TSCHÜÜÜÜÜÜSSSSS!«) zu treffen.

15h00

Dort angekommen hüpft das Kind bereits um eine Spielstation herum, und das Baby grinst mich piratenmässig aus dem Tragetuch heraus an. Wir beginnen den Weg durch das IKEA-Labyrinth, finden uns 17 Schritte weiter an der nächsten Spielstation und tauschen, während das Kind exakt das selbe spielt wie fünf Minuten zuvor, unsere Arzterlebnisse des Tages aus. Auf halbem Weg fällt dem Kind plötzlich ein, dass es (jetzt, sofort und auf der Stelle) aufs Klo muss — also wieder zurück zum Anfang. Während es Platz schafft stellt das Kind fest, dass es einen »Bärenhunger« hat und sofort was essen muss. Wir schaffen es zwar, uns noch ein wenig umzusehen, haben aber mit einem Problem zu kämpfen, das wir in dieser Form noch nie hatten: das Kind rennt ständig weg.

15h30

Alle essen, das Baby süffelt eine Milch. Das Kind »möchte kurz was gucken« und taucht nicht mehr auf. Ich finde es in einer Spielecke, nur noch eine Socke an den Füssen und in einem Krabbeltunnel steckend. Ich lerne: Socken mit kleinem Loch kann man nicht mehr tragen, man muss barfuss gehen. Während ich das Kind vom Gegenteil überzeuge, packt der Mann unseren Krempel zusammen und das Baby in den Wagen. Wir gehen ein Stück, das Kind sucht sich getigerte (!) Servietten in orange (!!) für unseren Esstisch aus. Das Baby windet sich und brüllt im Wagen, ich nehme es heraus, der Mann drapiert ein Spucktuch auf meiner Schulter — dieser Moment reicht dem Kind aus, zu verschwinden. Diesmal richtig. Wir rufen. Wir suchen. Kein Kind. Wir erweitern den Radius. Kein Kind. Inzwischen sind zehn Minuten vergangen, und ich werde nervös. Meine Angst: was, wenn sie zum Ausgang und raus auf den Parkplatz rennt? Also fix mit dem sabbernden Baby auf der Schulter an die Information. Die Frau veranlasst die sofortige Schliessung und Bewachung aller Ausgänge, während eine andere eine Durchsage schaltet und das restliche Personal beim Suchen hilft. Dennoch dauert es weitere zehn Minuten, bis sie an einer Spielstation gefunden wird — sie hatte sich wohl bei den Teppichen versteckt und fand es sehr witzig, dass wir so laut nach ihr gerufen hatten…

17h30

Nach dem Schreck habe ich auf weitere Shopping-Attacken so gar keine Lust. Mann und Kinder fahren schonmal nach Hause, während ich unseren verwaisten Einkaufswagen einsammele und unseren Kram bezahle. Im Sportladen nebenan mache ich noch ein Schuh-Schnäppchen, dann begebe auch ich mich nach Hause, wo das Kind kurz vorm Verhungern steht. Es gibt (»Gib mir eine Gurke.«) Brot mit (»SAURE GURKEEE!«) Leberwurst und (»Schneid mir den Schnibbl ab an der Gurke.«) Käse (»Darf ich das Gurkenglas austrinken?«).

21h00

Das Kind in einen Schlafanzug zu nötigen ist eine der letzten Herausforderungen des Abends (»LASS MICH! Ich will Kirschensocken!«), das Baby grinst und quietscht. Das Kind krabbelt die Treppe rauf, ich trage das Buch; wir begrüssen die Biene Maja am Fenster, schütteln die Decken auf und lassen den Rolladen runter. Ich lese gefühlt endlos viele Seiten »Connie geht in den Kindergarten« und forme aus Kind, Teddy und Bettdecke eine kompakte kleine Mumie. Der Mumie fallen schon die Augen zu. Es kehrt Ruhe ein. Als ich runterkomme, schläft das Baby, ebenfalls eine kleine Deckenmumie, auch schon. Der Mann ist kaputt und spielt mit seinem Tablet.

Und ich beschliesse, einfach drauf los zu bloggen, und heute kein OpenLDAP mehr zu machen Dafür ärgere ich mich über meinen Firefox, der seit dem letzten Update eine kaputte Such-Funktion hat und mich damit in den Wahnsinn treibt. Ich bin kaputt und müde, muss aber noch einige Male pumpen, ehe ich ebenfalls ins Bett schweben darf. Und morgen geht’s dann munter weiter…

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Ich bin eine Rabenmutter. Ich stille nicht.

Ein entrüstetes gerötetes Gesicht, fuchtelnde Fäustchen, Strampelbeine — keine Frage, Minimaus hat Hunger. Eine Tasse mit heissem Wasser habe ich bereits organisiert, nun angle ich fix die Flasche aus dem Rucksack, schraube einen Sauger auf und stelle das Ganze warm, während ich das strampelnde Baby in eine frische Windel quetsche. Schliesslich kuschelt es in meiner Armbeuge, himmelt mich mit seinen Strahleaugen an, tut so, als würde es die Flasche selbst festhalten, und schmatzt zufrieden vor sich hin. Eine mir völlig unbekannte Dame, die unsere Vorbereitungen bereits mit gerunzelter Stirn verfolgt hatte, bedenkt uns mit einem Blick, der zwischen ungläubig und abwertend schwankt. Und schliesslich sagt sie, was sie meint sagen zu müssen: »Sie wissen aber schon, dass Stillen das beste für Ihr Kind wäre…?!«

Spulen wir die Zeit einmal zurück.

Nach katastophaler Schwangerschaft kam da ein Frühchen zur Welt, das für sein Alter zwar ganz gut entwickelt, aber eben doch viel zu früh war. Meine Beine waren noch taub von der OP, als ich bereits nach einer Milchpumpe krähte. Das Baby im Inkubator, ich an der Milchpumpe, jeder Tropfen zählte. Von der Frühchen-Spezial-Nahrung bekam sie nur die ersten beiden Tage, ab dann konnte schon komplett auf Muttermilch umgestellt werden — angereichert mit FM85.

Sie bekam das per Fläschchen, und ich böse Rabenmutter habe mich nicht dagegen gewehrt. Es ging mir in erster Linie darum, sie mit allem, was sie brauchte, zu versorgen — ich lieferte mir mit dem Personal keine Debatten übers Fingerfeeden, Bechern oder andere »stillfreundliche« Methoden — alles, was das winzige, schwache Kindchen stressfrei sättigte, war okay für mich.

Mit dem Umzug ins Wärmebett begannen wir das Anlegen. Sie machte das gut, aber sie war klein und schwach. Stillproben1 ergaben eine zu geringe Nahrungsaufnahme. Allerdings hatte der Stillversuch sie so geschlaucht, dass sie auch aus dem Fläschchen nicht mehr trinken mochte, so dass man ihr den Rest per Magensonde reindrücken musste. Es brach mir das Herz. Immer wieder aufs Neue.

Ich beschränkte also die Dauer der Stillversuche, um ihr Kraft für die Flasche zu lassen — in erster Linie wollte ich, dass sie von der schrecklichen Magensonde loskommt. (Das war unter anderem überhaupt ein Kriterium für eine Entlassung.) Da sie immerzu fuchtelte, riss sie sich das Ding mindestens einmal am Tag raus.
Schliesslich ging die Infusionsnadel in ihrem 1-Euro-grossen Handrücken para — oh Gott, was hat sie geschrien. Ich erspare euch eine Schilderung des Weges bis hin zur Entscheidung, dass das Legen einer neuen Infusion nicht möglich ist, den Gedanken daran versuche ich selbst erfolglos zu verdrängen. Mit dem Wegfallen der Glukoseinfusion wurde der Stellenwert der Trinkmengen jedoch weiter erhöht, und die Maus hatte schon mehr als 10% ihres Geburtsgewichts abgenommen.

Mit der Verlegung in die Kinderklinik, wo ich mir ein Zimmer mit ihr teilte, begann der Tran. Hatte das Baby Hunger, wog ich es; legte ich es an, 10 Minuten, 20 Minuten, so wie es halt klappte; wog es erneut; forderte die Differenz bei den Schwestern als (vorher abgepumptes und kalt gestelltes Muttermilch-)Fläschchen an; fütterte so gut es ging nach; pumpte dann ab; und 90 Minuten später das Ganze von vorn. Tag und Nacht.

Auf die Art brachten wir die Gewichtszunahme auf Kurs. Doch während der Gesamtbedarf stieg, steigerte sich die Stillmenge kaum merklich. Die Kleine lag angedockt und kuschelte, sie trank auch ein wenig, aber sie trank sich nicht satt. Wären wir erst zu Hause, würde sich das alles schon regeln — die Stillberaterin machte mir Mut.

Es regelte sich nicht. Sie stillte maximal ein Drittel, der Rest musste nachgefüttert werden. Das zumindest konnte nun der Papa übernehmen, so dass ich währenddessen abpumpen konnte, dafür hüpfte aber auch eine unausgelastete 2,5-jährige umher. Und zusammen mit dem Stresslevel stieg der Frust, flossen Tränen. Als letzte Möglichkeit empfahl die Stillberaterin das Brusternährungsset, und ja, ich probierte auch das. Ich fühlte mich schrecklich dabei, und das Baby hasste es ebenfalls.

Es fiel mir schwer, doch schliesslich stellten wir die Stillversuche ein. Ich pumpte ab, der Papa fütterte per Flasche. Das Baby wird ohnehin permanent von allen hier abgefeiert, geknutscht und geknuddelt, ich habe bis heute nicht den Eindruck, dass sie etwas vermisst. Ich jedoch stand vor dem nächsten Problem: das Kind steigerte seine Trinkmenge, aber ich kam kaum hinterher mit dem Abpumpen. »Die Nachfrage bestimmt das Angebot«, das sagt jeder, das steht überall. Bockshornkleesamen, Globuli, feuchte Wärme, Malzbier. Und möglichst häufiges Pumpen: in 24h sollte man zumindest 100 Minuten pumpen, um die Milchmenge zu erhalten — mehr, um sie zu steigern. Häufiges, kurzes Pumpen ist effektiver als seltenes und dafür längeres. Und die Nachtpause sollte maximal sechs Stunden betragen.

Wie ihr seht: es ist nicht so, dass ich mich nicht informiert hätte. Im Gegenteil. Die Grosse hab ich ja auch 23 Monate gestillt. Mein Problem ist eher, dass ich zu gut informiert bin; das macht es mir so schwer, das Ganze einfach sein zu lassen. Vom Standpunkt des Familien- und Seelenfriedens wäre das nämlich die einzig vernünftige Entscheidung.

Wie also ging es weiter? Das Baby erhält 100% Muttermilch, abgepumpt und per Flasche. Um das zu schaffen, muss ich in 24 Stunden so 10 bis 14x abpumpen, jedes Mal etwa 20 Minuten. Und das reicht nichtmal, um einen kleinen Vorrat anzulegen. In der Zeit habe ich beide Hände nicht frei, kann sonst nichts tun, nur doof rumsitzen. Es ist kaum möglich, das Haus zu verlassen — Ausflüge zu Aldi und zum Baumarkt sind das Höchste der Gefühle. Die Grosse schläft meist bis gegen halb 9 morgens, das bedeutet für mich, ich gehe frühestens um halb 3 ins Bett — damit die Nachtpause nicht zu lang wird. Denn sowohl klingelnde Wecker als auch früher aufstehende Mütter toleriert die Grosse so gar nicht.

Bis das Baby abends eingeschlafen ist, schläft der Mann in aller Regel ebenfalls — beide im Wohnzimmer. Also kann ich nichtmal gemütlich in meinem Sessel gammeln und mir die Zeit vertreiben, da schon mein Atmen die beiden in ihrem Wohlbefinden stört. Und so ziehe ich mich, die Milchpumpe und meinen Handarbeitskram auf einem Rollwagen schiebend, in den einzigen Raum zurück, in dem ich niemanden störe.

Und das ist das Bad.

Die Zeit von 22h bis etwa 2h30 verbringe ich auf dem Klodeckel2, und das ist kein Witz. Für was anderes wäre der Platz auch viel zu knapp. Riesenkopfhörer auf den Ohren, eine Handarbeit, per Watchever irgendwelchen Mist auf dem iPhone ansehen beziehungsweise zumindest zuhören. Ich häkle Taschen, sticke ein Wandbild, arbeite am Laptop, mache irgendwas, bloß keinen Krach — um mich halt so lange wach zu halten, bis ich ebenfalls ins Bett darf. Meine Augen brennen, ich bin unendlich müde. Dummerweise setzt in aller Regel gegen ein Uhr nachts auch noch bohrender, nicht zu ignorierender Hunger ein — was dem, was von meiner Figur nach zwei Schwangerschaften übrig blieb, auch nicht gerade zuträglich ist.

Zwischendurch müssen Unmengen kleiner Glasflaschen eingeweicht, gespült und ausgekocht werden, ebenso das Zubehör für die Pumpe. Lagerzeiten und -bedingungen müssen peinlich überwacht und eingehalten werden, damit dem Kindchen nicht aus Versehen etwas Verkeimtes eingetrichtert wird.

»Sie wissen aber schon, dass Stillen das beste für Ihr Kind wäre…?!« Das steht sinngemäss sogar auf der Verpackung der kleinen Glasflasche, die ich vor einigen Tagen kaufte, kaufen musste. Vor Wut hätte ich das blöde Ding am liebsten auf den Boden geworfen! Ja, verdammt, ich weiss es. Leider! Ich wünschte, ich wüsste es nicht — denn ich kann an den Tatsachen leider nichts ändern. Nur noch wenige Tage, dann ziehe ich den Mist seit fünf vollen Monaten durch. Seit zehn Tagen füttern wir PRE zu, da der Bedarf des Kindes und das Angebot mehr und mehr auseinander laufen. Zum Teil hängt das an nachlassender Konsequenz meinerseits, längerer Nachtpause, etwas seltenerem Abpumpen. Ich bin so müde. Dem Baby ist es völlig gleich: sie trinkt alles, zufrieden schmatzend und schäkernd, verträgt es offenbar gut (Das war meine grösste Sorge — dass sie mit Bauchschmerzen reagieren könnte. Scheint aber nicht der Fall zu sein.). Kommen wir bei 70% PRE an, will ich das Pumpen einstellen, davon sind wir aber noch weit entfernt. Und ob ich es dann wirklich lassen kann? Mal sehen.

Also: welche Pappnase wagt es jetzt noch zu behaupten, ich mache es mir einfach? Wer hat die Frechheit zu sagen, dass ich aus purer Bequemlichkeit nicht stille? Was von dem, was ich geschildert habe, lässt »bequem« oder »einfach« vermuten?

Richtig. Gar nichts.

Erschreckend und faszinierend, wie viele Menschen Frauen Mütter die blasse Frau mit den Augenringen, die sich mit dem Fläschchen in die Öffentlichkeit wagt, gleich verurteilen. Ohne auch nur zu erwägen, dass manche Entscheidungen Gründe haben. Eine Vorgeschichte. Ohne zu bedenken, dass es, ausser Mutter und Kind, niemanden etwas angeht. Denn — und diese Message kommt nicht nur in mancher Literatur, sondern vornehmlich auch in den einschlägigen Internetforen deutlich raus — die Mutter muss es nur wirklich wollen, dann klappt das auch! Ich meide Babygruppen, weil ich dort verstohlen angestarrt werde, wenn ich das Fläschchen erwärme. »Verdammt, da drin ist Muttermilch!« würde ich die Beobachter am liebsten anschreien, doch dann ermahne ich mich, dass es doch niemanden etwas angeht. Keinen! Woher der Drang, sich zu rechtfertigen?

Natürlich hatte ich es mir anders vorgestellt, anders gewünscht. Und nachdem die arme Maus eine furchtbare Schwangerschaft mitgemacht hat, eine furchtbare Geburt und eine furchtbare erste Zeit, da hatte ich gehofft, wenigstens das Stillen… für uns beide… zumal ich ja eigentlich stillerfahren bin…

Nein. Ist es nicht. Tut es nicht. Ach, Scheisse.

  1. Das bedeutet, dass Kind vor und nach dem Stillen gewogen wird, um zu sehen, wieviel es zu sich genommen hat.
  2. Inzwischen ist der sogar kaputt und wackelt rum ob der Dauerbelastung, für die er sicher nie konstruiert wurde.
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Wenn der Vorhang fällt

Ihre Augen füllen sich mit Tränen.

Sie starrt ungläubig, während die Tränen zusammenfliessen, sich sammeln. Der erste Tropfen benetzt die feinen, dunklen Wimpern, verharrt; doch mit dem nächsten Atemzug gibt es kein Halten mehr, eine glitzernde Spur hinterlassend rollt die Träne, herab vom tieftraurigen Auge, vorbei an der stupsigen Nase, dem verzerrten Mündchen, über die pralle Wange. Tropf. Tropft auf das Shirt, hinterlässt einen nassen Fleck.

Sie kann den Blick nicht abwenden, und der erste Schluchzer klingt erstickt. Sie knüllt die Decke in den Händen, und nun gibt es kein Halten mehr: Tränen strömen über das gerötete Gesicht, die Mundwinkel krümmen sich in dramatischer Weise nach unten, der kleine Körper wird von Schluchzern geschüttelt, in den Augen: grenzenlose Trauer. Und Verlust.

Was war passiert?

Der Abspann der »Biene Maja«. Mehr nicht, nicht weniger. Es berührt mich derart, dass mir selbst die Tränen in den Augen brennen. Natürlich kann ich nicht nachvollziehen, was sie hier so fertig macht, und vermutlich werde ich es nie können; aber ich kann mich gut daran erinnern, wie ich bei Liam Neesons aka Oskar Schindlers »I clould have done more!« geheult habe. Ich war damals allein.

Das ist sie zum Glück nicht.

Ich nehme sie fest in die Arme, und dankbar kuschelt sie sich an mich. Wir unterhalten uns ein wenig über die kleine Biene, und sie entspannt sich. Ich könnte ihr auch sagen, sie solle sich nicht so dranstellen. Sie anherrschen, was denn nun schon wieder los sei. Ihr drohen, dass sie, wenn sie jetzt nicht aufhöre, nie wieder eine Folge sehen dürfe. Wer definiert eigentlich, wann ein Kummer es wert ist, dass man sich seiner annimmt?

Ich schaue ihr nach, während sie — schon wieder singend — davonhüpft. Es sind die nicht ernst genommenen, die unterdrückten, die ins Lächerliche gezogenen Gefühle, die aus uns emotionale Krüppel werden lassen. Und meine Verantwortung ihr gegenüber wird mir in solchen Momenten überdeutlich.

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