Achtung: dieser Blogeintrag wurde vor 5 Jahren, 3 Monaten und 24 Tagen veröffentlicht!
Beachtet das bitte dringend, vor allem im Falle konkreter Anleitungen.
Für etwaige Schäden kann keine Haftung übernommen werden!
Der eindeutig viel zu lange Krankenschein hat aus meinem ohnehin verwässerten Hirn ein aufgeweichtes Brötchen werden lassen; da mir die Möglichkeit zur Umsetzung fehlte, nahm ich über Wochen keine Projekte in Angriff, worunter nicht nur die Motivation, sondern in erster Linie auch die Konzentrationsfähigkeit ganz beträchtig gelitten hat.
Deshalb freue ich mich ganz besonders heute abend feststellen zu dürfen, daß ich so langsam den Weg zurück in den Alltag, in einen geregelten Tagesablauf, kurz: ins Leben finde. Nicht mehr permanent unter Schmerzmitteln gelingt es mir, mich wieder in Probleme zu verbeißen, Lösungen zu suchen, Übergangslösungen zu hacken – was sich positiv sowohl auf Lebenseinstellung als auch auf Laune auswirkt. Natürlich alles nur im Rahmen des medizinisch Möglichen; und natürlich wird es dauern, bis ich den alten Standard wieder erreicht habe.
Heute jedenfalls hab ich die alte Schrumpeldose vorgekramt – Pentium S, 32MB. In erster Instanz verpaßte ich ihm die doppelte Menge an RAM, ISDN mit HFC-Chipsatz, 100MBit Ethernet, eine ordentliche SoundBlaster und Graphik; den CPU-Lüfter zupfte ich einfach ab. Nach einiger Überlegung verpaßte ich ihr den Hostnamen fetap; den fand ich passend.
Im nächsten Schritt bescherte ich dem ausgedienten Rechenmonster ein Betriebssystem (aktuelles eisfair), ein differenziertes Setup (NTBA, ISDN-Telefon) und einen vollständigen Asterisk. Die Paketabhängigkeiten wollten teilweise von Hand aufgelöst werden, ohne depmod -a tat garnichts, daß man einen neueren Kernel braucht muß man halt wissen.
Der erste Call galt der Zeitansage, ging lt. Logfiles auch durch, jedoch hörte ich nichts; also fix noch am ipnat-Regelwerk geschraubt, die Zeitansage erneut belästigt – et voilà!
Der Härtetest war dann ein über 120-minütiges Gespräch, welches ohne Abbrüche oder sonstige Schmerzen geführt wurde. Inzwischen ist sogar die Mailbox konfiguriert, und wenn ich mal nicht allzu faul bin, richte ich das Mailsystem auch noch ein, so daß mir Voicemail per eMail zugestellt wird.
Es wird leider noch ein wenig dauern, bis ich beim Provider zusätzliche Nummern bekomme; aber das ist insofern nicht schlimm, als daß ich für die Telefonanlage gerade das Netzteil nicht finden kann
Für einen einzigen Tag ist das doch ein guter Schnitt, oder?
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