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Rettet dem Genitiv seinem großen Bruder seine Frau!

Na hoppla – da hat einer meiner Lieblingskollegen mir doch glatt ein Stöckchen zugeworfen!

Vorliegende Thematik befaßt sich mit der Tatsache, daß vermehrt Worte bzw. Floskeln der deutschen Sprache vom Aussterben bedroht sind; angesprochen wurden unter anderem unliebsame Kürzel (“HDL”) und ‘altbackene’ heute unübliche Worte (“gemächlich”). Der Einzelne ist daher angehalten, sich der Rettung eines Wortes zu ergehen, es dem täglichen Sprachgebrauch anzugliedern und auf diese Art vorm sicheren Aussterben zu bewahren.

In der Tat: Sprache ist Ausdruck der eigenen Persönlichkeit, Sprache ist Kommunikation, Sprache ist Erotik. Traurig, sie verkommen zu lassen, Teile davon zugunsten $ANDERER_EINFLUESSE aufzugeben.

Ich für meinen Teil hole an dieser Stelle etwas weiter aus und verschreibe mich der Rettung des deutschen Genitivs (und bitte ohne Deppen-Apostroph!); das ist kein einzelnes Wort, aber nichtsdestrotz ein Kasus, der mehr und mehr aus unserem Sprachgebrauch schwindet oder – schlimmer noch – Anwendung in gräßlichster Form findet (auch der Konjunktiv ist ein Anwärter auf diesen offenbar heiß begehrten Posten). Korrekt angewendet, spiegelt er reinstes Schriftdeutsch wider – und sorgt in aller Regel für erstaunte Reaktionen seitens Kollegen und auch Kunden.

Daher breche ich an dieser Stelle eine Lanze für unseren guten alten Freund Genitiv – requiescat in pacem – und werfe das Stöckchen zu Michael, da ich mir sicher bin, daß ihm hierzu etwas Passendes einfallen wird.

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