Okkult & Aberglaube

Im Großen und Ganzen halte ich mich nicht für abergläubig; ich lese keine Horoskope (und wenn doch, dann lediglich zwecks ausgiebigen Lachens), ich werfe kein Salz über die Schulter, ich schmeiße weder Pfennige noch Cents in irgendwelche Brunnen und ich klopfe nicht auf Holz. Hin und wieder ertappe ich mich jedoch beim Aufstellen seltsamer Relationen.

So zum Beispiel momentan: ich hoffe sehnlichst auf das Eintreten von $EREIGNIS; bloß habe ich das leider nicht selbst in der Hand. Zugleich hätte ich liebend gerne $ARTIKEL, den ich mir eigentlich nicht leisten kann. Also sagte ich mir Mitte Dezember: wenn $EREIGNIS eintritt, werde ich mir $ARTIKEL einfach selbst schenken. Zur Belohnung. Und so.

Am Heiligabend überreichte mir meine Mutter freudestrahlend $ARTIKEL als Weihnachtsgeschenk, jedoch nicht in $PASSENDER_GROESSE. Ich fragte mich spontan: ist das nun ein Omen? Bedeutet die Tatsache, daß ich $ARTIKEL nun schon habe, zugleich, daß $EREIGNIS unzweifelhaft eintreten wird? Und was bedeutet es dann im Umkehrschluß, daß er mir in nicht $PASSENDER_GROESSE geschenkt wurde?

Wir vereinbarten ein Treffen in $LADEN; mir war klar, daß ich $ARTKEL nicht in $PASSENDE_GROESSE umtauschen würde, bis $EREIGNIS eingetreten ist. Jedoch war er fast 50% reduziert, wie kann man da nein sagen. Und ist das nicht vielleicht ein Omen?

Der Kampf an Kasse und Information indes belehrte mich eines Besseren: $ARTIKEL war nicht reduziert, sondern vielmehr falsch ausgezeichnet. Für den regulären Preis nahm ich ihn nicht mit – und hoffe auf das Eintreten von $EREIGNIS.

Aber daß $ARTIKEL nach all dem Hin und Her nicht reduziert und folglich nach wie vor nicht in meinen Herrschaftsbereich übergetreten ist – ist das nicht vielleicht ein Omen?

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