Kokosnuß. Aua.

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Vielleicht erinnern Sie sich an die Kokosnuß, die ich in einem Zustand geistiger Umnachtung vor etwas über einer Woche käuflich erworben hatte? Am gestrigen Abend ging es ihr an den Kragen, und um es vorweg zu nehmen: sie war kein leichter Gegner.

Erstens: es ist völliger Unsinn, für jeden Mist Google zu befragen, und das Öffnen einer Kokosnuß gehört definitiv dazu. Ich jedoch fand die Idee meines Liebsten, dem Monster per Stichsäge auf die Schale zu rücken, eher unpraktikabel, er hingegen war von meiner Vorschlaghammer-in-der-Scheune-Idee ebenso wenig angetan. Also mußte doch Google her; dem ersten Hit sollte Folge geleistet werden.

»Eine Kokosnuss zu öffnen ist nicht ganz leicht. Aber mit dieser Anleitung und ein wenig Übung gelingt es.«

Blödsinn.

»Nehmen Sie die Kokosnuss aufrecht in eine Hand und schlagen Sie mit der spitzen Seite des Hammers leicht entlang der Oberseite der Nuss, dort wo die Nuss aufgehen soll. Nach jedem Schlag drehen Sie die Kokosnuss ein kleines Stückchen weiter. Nach ein paar Umrundungen sollte die Nuss aufgehen. Vorsicht: Nicht zu fest zuhauen — es reichen leichte Schläge.«

»Leichte Schläge« ließen das Ding völlig unbeeindruckt. Um eventuell hervorspritzender Massen Kokosnußmilch Herr zu werden, legten wir das kullernde Ding vorsichtshalber in eine Plastikschale und beklopften es. Es hüpfte. Es gluckerte. Das war alles. Wir hatten halt den Konjunktiv in der Formulierung nicht beachtet: sie sollte aufgehen. Sie tat es aber nicht.

»Eine andere Methode ist, zuerst die drei dunklen Flecken an der schmaleren Seite der Nuss auszumachen. Dort schlagen Sie mit Hilfe eines Hammers und eines sauberen Schraubenziehers Löcher hinein. Wenn Sie zwei Öffnungen haben, können Sie die Kokosmilch ablassen. Danach legen Sie die Nuss flach auf den Tisch und denken sich eine Linie um die Nuss, die etwa auf einem Drittel der Strecke vom schmalen Ende zum anderen Ende hin liegt. Schlagen Sie mit der Rückseite eines Küchenmessers rundum auf diese Stelle. Mit der Zeit entwickelt sich hier ein Riss, den Sie dann mit dem Messer weiter öffnen können.«

Merke: bei der Aktion wird lediglich das Küchenmesser stumpf, und die Sache mit den dunklen Flecken hätte allenthalben zu abgebrochenem Schraubenzieher geführt, wenn wir die Versuchsreihe nicht vorher abgebrochen hätten. Also verlegten wir uns wieder auf die erste Anleitung und trümmerten abwechselnd auf die dumme Nuß ein.

Das Geräusch ließ Gutes erahnen, wie sich jedoch herausstellte war nicht die Schale der Nuß gerissen, sondern der Boden der Schale. Also flugs die Schale austauschen und weitertrümmern.

Irgendwann gab sie tatsächlich auf, doch einfach war es nicht; es wird wohl eine Weile dauern, bis ich mich erneut zum Kauf einer Kokosnuß hinreißen lasse. Aber gut war sie! Aber zur Not gibt es ja auch hochprozentige Kokosnuß-in-Flaschen.

Irgendwie sind die unkomplizierter in der Handhabung ;)

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