Achtung: dieser Blogeintrag wurde vor 3 Jahren, 6 Monaten und 22 Tagen veröffentlicht!
Beachtet das bitte dringend, vor allem im Falle konkreter Anleitungen.
Für etwaige Schäden kann keine Haftung übernommen werden!
Vielleicht erinnern Sie sich an die Kokosnuß, die ich in einem Zustand geistiger Umnachtung vor etwas über einer Woche käuflich erworben hatte? Am gestrigen Abend ging es ihr an den Kragen, und um es vorweg zu nehmen: sie war kein leichter Gegner.
Erstens: es ist völliger Unsinn, für jeden Mist Google zu befragen, und das Öffnen einer Kokosnuß gehört definitiv dazu. Ich jedoch fand die Idee meines Liebsten, dem Monster per Stichsäge auf die Schale zu rücken, eher unpraktikabel, er hingegen war von meiner Vorschlaghammer-in-der-Scheune-Idee ebenso wenig angetan. Also mußte doch Google her; dem ersten Hit sollte Folge geleistet werden.
»Eine Kokosnuss zu öffnen ist nicht ganz leicht. Aber mit dieser Anleitung und ein wenig Übung gelingt es.«
Blödsinn.
»Nehmen Sie die Kokosnuss aufrecht in eine Hand und schlagen Sie mit der spitzen Seite des Hammers leicht entlang der Oberseite der Nuss, dort wo die Nuss aufgehen soll. Nach jedem Schlag drehen Sie die Kokosnuss ein kleines Stückchen weiter. Nach ein paar Umrundungen sollte die Nuss aufgehen. Vorsicht: Nicht zu fest zuhauen — es reichen leichte Schläge.«
»Leichte Schläge« ließen das Ding völlig unbeeindruckt. Um eventuell hervorspritzender Massen Kokosnußmilch Herr zu werden, legten wir das kullernde Ding vorsichtshalber in eine Plastikschale und beklopften es. Es hüpfte. Es gluckerte. Das war alles. Wir hatten halt den Konjunktiv in der Formulierung nicht beachtet: sie sollte aufgehen. Sie tat es aber nicht.
»Eine andere Methode ist, zuerst die drei dunklen Flecken an der schmaleren Seite der Nuss auszumachen. Dort schlagen Sie mit Hilfe eines Hammers und eines sauberen Schraubenziehers Löcher hinein. Wenn Sie zwei Öffnungen haben, können Sie die Kokosmilch ablassen. Danach legen Sie die Nuss flach auf den Tisch und denken sich eine Linie um die Nuss, die etwa auf einem Drittel der Strecke vom schmalen Ende zum anderen Ende hin liegt. Schlagen Sie mit der Rückseite eines Küchenmessers rundum auf diese Stelle. Mit der Zeit entwickelt sich hier ein Riss, den Sie dann mit dem Messer weiter öffnen können.«
Merke: bei der Aktion wird lediglich das Küchenmesser stumpf, und die Sache mit den dunklen Flecken hätte allenthalben zu abgebrochenem Schraubenzieher geführt, wenn wir die Versuchsreihe nicht vorher abgebrochen hätten. Also verlegten wir uns wieder auf die erste Anleitung und trümmerten abwechselnd auf die dumme Nuß ein.
Das Geräusch ließ Gutes erahnen, wie sich jedoch herausstellte war nicht die Schale der Nuß gerissen, sondern der Boden der Schale. Also flugs die Schale austauschen und weitertrümmern.
Irgendwann gab sie tatsächlich auf, doch einfach war es nicht; es wird wohl eine Weile dauern, bis ich mich erneut zum Kauf einer Kokosnuß hinreißen lasse. Aber gut war sie! Aber zur Not gibt es ja auch hochprozentige Kokosnuß-in-Flaschen.
Irgendwie sind die unkomplizierter in der Handhabung
loading...
Diese Artikel könnten Dich ebenfalls interessieren:
Facebook
Twitter
Google
Email
RSS
Meine Erfahrungen mit Kokusnüssen sind auch schon relativ vielfältig.
Es gibt 1000 dumme Tipps, wie man so ein Teil aufmachen kann.
Am schönsten finde ich die Kettensägen oder Flex Lösung, da bleibt dann garnix von der Nuss übrig
Besonders einfach geht es imho mit einem Schraubstock. Nuss rein, zudrehen, fertig.
Dank der Hebelkraft und das Schraubgewinde braucht man noch nichtmal allzu viel Kraft und die Nuss fliegt einem auch nicht direkt um die Ohren.
VG
loading...
Wobei:

Wenn du etwas in eine Plastikschale legst und dann darauf klopfst, leigt das Ding eben auf Plastik.
Damit werden die Schläge abgefedert und zeigen natürlich keine Wirkung.
Und damit das Messer nicht stumpf wird, soll man ja die Stumpfe Seite kriegen.
Aber davon ab: Als ihr sie dann mal aufhattet war sie bestimmt mörderlecker
Oder?
loading...
Ich habe das Ding mal mit in den keller genommen und in den Schraubstock eingespannt. Und siehe da, Sie tat sich nach dem sägen auf, und der ganze Kram lag auf dem Boden. Seit dem kaufe ich keine mehr! grrr
loading...
Das letzte mal als ich eine geschenkt bekommen hatte, wurde sie vorerst nur ausgeschlürft
-> Loch reinbohren und gut ists.
Im Film gehts aber immer easy mit einem 200m grossen Buschmesser (minus Uebertreibung)
Gruss ein neuer Leser (Deinen Blog über c0t0d0s0.org gefunden)
loading...
@all: Eure Kommentare haben definitiv zu einem Dauer-
-Zustand bei mir geführt
Flex? Kettensägen? Buschmesser? Mittels Schraubstock zerquetschen? (BTW, lieber entDECKer, das mit dem Schraubstock hatte ich auch vorgeschlagen und Du hast mich ausgelacht
! )
Das Bizarre ist: immer mehr Besucher landen aufgrund diverser »Wie-öffne-ich-eine-Kokosnuß«-Suchstrings auf diesem Artikel — offensichtlich ein nahezu unerforschtes Feld!
Vielleicht sollte ich einen Kokosnuß-Öffner erfinden…?
Weitere Beiträge aus der Reihe «Kochen mit der localwurst« demnächst auf diesem Sender — bleiben Sie dran
loading...
@Thomas: herzlich Willkommen in der Welt des localwürstchens und viel Spaß
Freue mich doch immer über Feedback dieser Art…
loading...
Kokosnüsse habe ich bisher immer so aufbekommen: Zuerst die Flüssigkeit ablassen (Kokoswasser, nicht -milch), indem wie schon beschrieben, zwei Löcher an den weichen Stellen gebohrt werden. Dann die Nuss in einen stabilen & sauberen Plastikbeutel legen, und sie im Beutel & mit Schmackes auf einen Steinboden schlagen. Es kann auch der Beton des Balkons sein…
Das Fruchtfleisch läßt sich dann einigermaßen einfach mit einem Küchenmesser von den Schalenstücken abhebeln.
Gruß
Albert
loading...
Hey, das ist echt ganz einfach. Aufbohren und Wasser ablassen. Das ist eh eklig.
Dann die Nuß in die Hand nehmen und mit der anderen Hand mit einem Hammer (300g reichen) ordentlich auf den Äquator der Nuß hämmern, dabei nach jedem Schlag eine Hammerbreite weiterdrehen. Nach ein paar Umrundungen hat man das Ding auf.
Das habe ich schon bei mehreren Nüssen praktiziert und habe damit oftmals Leute auf Partys in Staunen versetzt. Kokosnüsse sind seither auch mein liebstes Partymitbringsel.
loading...