Achtung: dieser Blogeintrag wurde vor 3 Jahren, 5 Monaten und 29 Tagen veröffentlicht!
Beachtet das bitte dringend, vor allem im Falle konkreter Anleitungen.
Für etwaige Schäden kann keine Haftung übernommen werden!
Das Wetter ist drückend, nicht wirklich gut, nicht wirklich schlecht — trüb eigentlich, und grau, und doch hat man klarere Sicht als meist, zumindest in landschaftlicher Hinsicht. Spannung liegt in der Luft, fühlbare Spannung, Spannung zum Anfassen; jeder spürt es und reagiert, nicht erotisiert, nur enerviert — laute Stimmen, ungezügelte Ungeduld, harsche Worte.
Wütende Telefonkonferenzen, gereizte Mails, Kommandoton auf dem Flur. Warum geht es nicht? Gestern ging es, vorgestern auch, heute ist nichts zu machen. Warum geht es nicht? Hab’s vorgestern nicht hinbekommen, hab’s gestern nicht hinbekommen, wird heute auch nicht klappen. Ständig neue Katastrophen, es ist zu warm. Tiefe Frustration, greifbares Unglück des Admins: das Gefühl, die Welt im Chip beherrschen zu können — und auf halbem Wege von würgenden Compilern, Coredumps, Bullshit abgedrängt zu werden.
Zwischenmenschliches Chaos, ehrliche Wut: warum ich? Der Drang, nach Hause zu gehen, der Drang, jetzt sofort und auf der Stelle den derzeitigen Standort zu verlassen — und die sichere Gewißheit, daß es nichts bringen wird, daß man ohnehin nicht weit genug wegrennen kann. Absemmelnde Rechner, Renter, die rechts blinken und links abbiegen, schon wieder eine Schlange an der Kasse, der Briefträger hat die Post in den Briefschlitz geknüllt.
Resignation.
Es gibt Tage, die ersatzlos aus dem Kalender gestrichen werden könnten.
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ABER, dann kommt das ersehnte Gewitter, die Luft ist wieder etwas reiner, die User entspannter. Man kann die Probleme bei einem Kaffee besprechen, manchmal sogar gemeinsam loesen, der Job macht wieder Spass, und das “make” laeuft nach nur 2 Aenderungen im Makefile durch. Herrlich.
lg aus Wien, wo das Gewitter heute um 4:00 war. Sogar die Leute in der U-Bahn waren uebermaessig unfreundlich.
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Das sind die Tage, an denen ich mir auch Regen wünsche, weil es dann einfach netter ist, sich mit der Wolldecke auf die Couch vor den TV zu hauen oder zu lesen.
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