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Tochter Zion, freue dich!

Das war’s dann wohl mit »Weißer Weihnacht« — die Straßen frei, der Schnee pockennarbig, Matschberge am Straßenrand.
Ich kann nicht behaupten, daß mich das signifikant traurig stimmen würde — ich werde über die Weihnachtstage viel Zeit auf etwaigen Autobahnen zubringen, und Regen ist mir da deutlich angenehmer als Schneefall. Trotzdem kann ich irgendwie noch gar nicht fassen, daß heute bereits der 24. Dezember ist. Ich bin sehr nachdenklich.

Wer das Glück hat, im Kreise seiner Liebsten in der Nähe eines geschmückten Nadelbäumchens zu sitzen, sollte es sich bewußt machen: das ist Glück, keine Selbstverständlichkeit. Kein angespanntes Schielen auf Gabentische, keine Panik aufgrund angebrannter Weihnachtsgans — es ist doch so nebensächlich. Nicht die Augen verdrehen und auf »Scheiß Bräuche« schimpfen, keinen Streit wegen Nebensächlichkeiten provozieren — nicht heute, und am besten auch sonst nicht.

Mein Gruß geht insbesondere an jene, die Weihnachten nicht im Kreise ihrer Liebsten feiern können — aufgrund schräger Arbeitszeiten, Entfernungen, Krankheit. Ganz besonders an einen — ich denk’ an Dich.

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