Achtung: dieser Blogeintrag wurde vor 1 Jahr, 9 Monaten und 21 Tagen veröffentlicht!
Beachtet das bitte dringend, vor allem im Falle konkreter Anleitungen.
Für etwaige Schäden kann keine Haftung übernommen werden!
Den Tod eines nahen Verwandten zu erleben ist etwas, das einen umhaut, erlebt man es das erste Mal. Die Hilflosigkeit. Die Ratlosigkeit. So viele unterschiedliche Gefühle, und so viel davon auf einmal. Die Tatsache, daß die Welt sich gnadenlos weiterdreht. Die Sonne gleißend weiterscheint. Und es wird nur schlimmer, wenn man es zum 1+n-ten Male erlebt.
Die Art Routine, die sich auch hier einstellt. Der eigene Zynismus: das letzte Bindeglied, das dich vorm Verrücktwerden bewahrt. Praktisches Tun und Denken überlagert Gefühle und Gedanken, doch die suchen sich ihren Weg in deinen Kopf: des nachts. Wenn du nicht abgelenkt bist, deinen Kopf nicht mit deiner Arbeit und deine Hände nicht mit dem Nachlaß beschäftigen kannst. Schlechte Träume mit Magenschmerzen, ein diffuses Gefühl am Morgen und zermürbende Traurigkeit. Und plötzlich fällt dir etwas in die Finger — eine kleine Spieluhr, ein Holzkätzchen, ein Foto — und urplötzlich ist alles zu viel.
Doch gestärkt insofern: wissend, worauf es ankommt. Nicht Schein, nicht Besitz — Besitz ist das, was in kleinen Kisten endet, genau wie man selbst. Einen Hauch Unsterblichkeit erlangend, durch Taten, durch Worte, durch das, was du deinen Nachkommen mitgibst.
Ich hätte Urlaub nehmen sollen, das weiß ich nun; verlaufene Wimperntusche, zerwühltes Laken, Zigaretten nachts um halb vier. Und so viele Fragen, auf die es niemals mehr eine Antwort geben wird. Schlaf nun, oh schlaf nun — du, mein unruhig’ Herz.
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Das Weiterdrehen der Welt macht einen wirklich verrückt. Ein Mensch verschwindet einfach so aus unserer Mitte, und im Grunde genommen und im Grossen gesehen ist alles danach genauso wie vorher, obwohl man gerade einen Verlust erlitten hat, und der Welt eigentlich das Rotieren verbieten möchte, solange man nes ih
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… solange man ihr es nicht erlaubt.
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