Ich stehe an der Kasse, drei Artikel in den Händen, freuend, etwas so Nettes gefunden zu haben. Nur die noch ausstehende Geldübergabe auf mehr oder minder freiwilliger Basis hält mich noch davon ab, mit meinen drei Artikeln aus dem Laden zu stiefeln und mich leise zu freuen. Doch ich muß warten: vor mir ist mein Lieblings-Shopping-Kumpel, und er wird soeben aufgefordert, einen Betrag von 22 Euro zu entrichten. Während er monetäre Einheiten zückt, begutachte ich wohlwollend seinen Einkauf und beglückwünsche ihn zu seiner Wahl. Und an dieser Stelle wird der Verkäuferin klar, daß mein Lieblings-Shopping-Kumpel und ich »zusammengehören«.
»Hach, schade. Wenn ich das gewußt hätte, hätten Sie ein Geschenk erhalten.«
Ich, überraschter Blick, bitte um Erläuterung.
»Nunja, wir haben da so eine Aktion. Ab einem Einkaufswert von 35 Euro würden Sie ein Geschenk in Höhe von 10 Euro erhalten. Und gemeinsam wären Sie ja über die 35 Euro gekommen.« Sagt’s — und beginnt völlig ungerührt, die Artikel in eine Papiertüte zu stopfen. »Ist jetzt halt leider zu spät. Tja, dumm gelaufen.«
Ich frage sie, warum sie, wenn sie doch offensichtlich nicht willens ist, an der Situation noch etwas zu ändern, überhaupt auf die Aktion anspricht — die wir nun nachweisbar nicht nutzen können, ursprünglich aber auch gar nicht nutzen wollten, da wir ja ohnehin nichts davon wußten. Sie ist irritiert und stopft den Einzelartikeln noch eine Produktprobe hinterher, ab in die umweltfreundliche Papiertüte — eine Erdbeer-Körperlotion wohlgemerkt und somit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit etwas, was mein Lieblings-Shopping-Kumpel maximal als Brotaufstrich, niemals aber auf seinem Körper dulden würde. Nun bin ich an der Reihe.
Bei einem Gesamtbetrag von 24 Euro empfiehlt sie mir, Waren im Wert von weiteren 11 Euro hinzuzukaufen — somit würde ich die magische Grenze von 35 Euro knacken und käme in den Genuß den Kundengeschenks. So langsam fühle ich mich nun doch verarscht. Ich erhalte keine Produktprobe, dafür aber eine krumme Pappschachtel und einen umweltfreundlichen Papier-Spam im A4-Format nebst Gutschein, bei dem mir, wenn nach Abzug weiterer eventueller Rabatte ein Warenwert von zumindest 30 Euro vorliegt, ein Rabatt von 5 Euro gewährt werden wird. Und das alles, weil die Verkäuferin (nach eigenem Bekunden) »sonst nicht ruhig schlafen kann«.
Grrrrr.
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use head->desk with facepalm … oder so! klassischer WTF… o.O
:) ehrlich, eigentlich ist doch alles prima gelaufen, oder? Ihr habt gekauft was ihr brauchtet und euch drüber gefreut.
Viele Grüße
Steve
lieblings-einkaufs-kumpel – klingt nach meinen mittagspausen-erlebnissen. ;) [wir gehen immer mit so ~8 leuten in den supermarkt]
Hehe, diese Rudel-Kollegen-Einkaufsbummel sind voll lustig — zwar nicht sehr produktiv, aber spaßig :D Leider gibt der Campus in SB es nicht her, in der Mittagspause eben mal so zum Einkaufen zu schlendern :(
Hääh? Oder auch: wtf? Hat die alle 10 Sekunden einen neuen komischen Gedanken??