Angewandte Mathematik

Es sind nun genau sechs Monate, da ich die letzte Zigarette geraucht habe. Und da meine Umwelt das in nicht ausreichendem Maße huldigt — die meisten nehmen es nichteinmal wahr — huldige ich mir nun einmal selbst. Jawoll.

Sechs Monate, das sind immerhin so rund 180 Tage. Und Nächte! Voller Hochs und Tiefs, Gehacke am Rechner und zusammen mit guten (rauchenden) Freunden. Und wenn ich pro Tag acht Zigaretten ansetze, dann sind das 1.440 Zigaretten, die ich seither nicht geraucht habe.

1.440 Zigaretten — das entspricht 7,2 Stangen. Und da ich bekennender Lucky Strike bzw. Camel Lights Fan war, entspricht das wiederum so in etwa 7,2 x 45 EUR. Sprich: ich habe seit Januar etwa 324 EUR gespart — nur, weil ich nicht mehr rauche. Aufs Jahr gesehen wären das dann schon 648 EUR, die steigenden Tabakkosten nicht eingerechnet.

Das mildert spontan das schlechte Gewissen, daß ich für die getönte Tagescreme dieser Nobelmarke 15 EUR hingelegt hab. Lächerlich! Und manchmal muß man sich doch was Gutes tun, oder? ;)

Und wen es interessiert: ich habe weder Akupunktur gemacht noch Nikotinpflaster geklebt, und ich habe die fehlenden Zigaretten bislang auch nicht durch Schokoriegel oder Gummibärchen kompensiert. Ich habe einfach einem Tag noch geraucht und am nächsten nicht mehr, ich kam nicht auf Horror und hab auch nicht kiloweise zugenommen. Ich hab das angebrochene Päckchen noch in der Schreibtischschublade, Mahnmal oder Notration, wie man es sehen möchte, aber angerührt hab ich es bislang nicht. Und jetzt klopfe ich mir mal selber auf die Schulter, weil das nämlich ganz schön cool ist :D

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Määädchens

Ich hatte auch mal eine.

Manchmal übernachtete ich bei ihr, oder wir gingen ins Kino, mal ein Eis futtern. Wir spielten Karten, kicherten und sprachen über all unsere Probleme — ob körperliche, ob seelische, es gab nahezu keine Geheimnisse. »Genieße die Zeit«, sagte mir ein Kirchenmann, »niemals wirst Du mehr Kontakte haben als jetzt.« »Witzbold«, dachte ich — es waren die drei, vier Jahre rund ums Abi. Wie sich herausstellte, sollte er recht behalten.

Sex And The CityDie Freundschaften zerbrachen — zumeist, weil wir das Prinzip »leben und leben lassen« nicht verinnerlicht hatten. Mehr und mehr gerieten wir uns in die Haare — wegen unterschiedlicher Lebensauffassungen, religiöser Ansichten (!), Kleinigkeiten. Ihr Hang zu mittelalterlicher Musik wurde genauso zum Problem wie meiner zur Informatik, ihre ständig wechselnden Männer erschwerten unsere Beziehung wie meine unregelmäßigen Arbeitszeiten, ihr Hang zum Alkohol führte zum Bruch wie meine verletzten Gefühle, da ich als ihre beste Freundin von ihrer Hochzeit erst danach erfuhr. »Nicht traurig sein«, so trösteten andere, »dann war sie’s nicht wert«. Recht hatten sie, allein war ich trotzdem.

Und bin es seither, denn eine »beste Freundin« gab es in meinem Leben nicht wieder. Beruflich habe ich nahezu ausschließlich mit Männern zu tun, und zumeist ist mir das mehr als recht. Denn einerseits empfinde ich den überwiegenden Teil der Frauen in meinem Bekanntenkreis oft genug als anstrengend — das Getuschel, das Getratsche, schnell beleidigt, umständlich, oft auf Äußerlichkeiten bedacht und immer alles besser wissend. Andererseits gibt es aber Momente, da würde ich mir eine wünschen; so eine, mit der ich Pralinen essend einen schnulzigen Liebesfilm schauen kann, so eine, mit der ich kichern und lästern kann, eine, die zur Shopping-Tour in die Stadt kommt und die trotzdem nicht jeden an mich gerichteten Satz mit »Du mußt…« beginnt. So eine, deren Leben sich nicht ausschließlich um ihren Mann dreht, eine, die eigene Interessen verfolgt und als Gesprächspartner qualifiziert. Eine, die einfach kompatibel zu mir ist.

Ich hab da ja jemanden kennengelernt; sie ist wirklich lieb, sie ist clever, und mit ihr kann ich mich unterhalten und mit ihr lachen — ich bin ein kleines bißchen verliebt ;)

Und während ich diesen Artikel schrieb, erhielt ich, völlig unverhofft, eine Mail von einer, von der ich seit Jahren nichts hörte — einfach so.

Es besteht also vielleicht doch noch Hoffnung für mich.

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Nippel-Content und so

Nippel-Flasche Wenn man $ZIEMLICH_VIEL_GELD in einem spezialisierten Laden ausgibt, dann kann es passieren, daß man freundlicherweise ein themenbezogenes Geschenk dazuerhält — im konkret vorliegenden Falle eine Neugeborenen-Anti-Kolik-Trinkflasche, »deren Physiologie – also Form, Material und Funktion – der Natur nachempfunden ist.«. Aber mal ehrlich, schaut Euch das Ding mal näher an: mein erster Impuls war, diesem Blogbeitrag die Überschrift »Minderwertigkeitskomplexe II« zu geben. Ist das naturgetreu? Und: wer hat da als Vorbild fungiert? Seit ich das bewußt gesehen und gelesen habe, habe ich Angst. Wer weiß, was da noch kommt…

Verzehr mit Päpsten Also wende ich mich lieber dem Essen zu, das paßt immer. Und gerade hätte ich unbändigen Appetit auf dieses »Mojo verde«, welches wir aus dem Urlaub mitbrachten — und das ganz wunderbar zu Brot, Suppen und Päpsten paßt, aber seht selbst :D Keine Ahnung, welcher Babelfish für diese wüste Übersetzung verantwortlich ist, aber ich find’s klasse…

Leben will Tat!»Hoffe, aber säume nicht,
Folg weisem Rat,
Denke, aber träume nicht,
Leben will Tat!«

Schaff und erwirbDiesen Text entdeckte ich auf einem Holzschild, und er gefiel mir extrem gut — leider handelte es sich bei dem Schild um eine echte Antiquität, der Preis dreistellig. Schade! Denn so wird es nun wohl doch eher bei der kleinen deprimierenden Texttafel bleiben, die über meinem Schreibtisch hängt, deren Text jedoch die Realität durchaus ganz treffend in Worte faßt:

»Schaff und erwirb
zahl Steuern
und stirb.«

Und in diesem Sinne belasse ich es mal dabei — und wünsche Euch allen ein schönes und vor allem streßfreies Wochenende :-)

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Spießerbraten

Es ist gerade mal März, und die Steuerunterlagen fürs Vorjahr sind vollständig sortiert, die diversen Quittungen stecken in beschrifteten Beuteln, alles ist ordentlich abgelegt, und mehr noch: es ist gerade mal April, und die Steuersachen liegen bereits dem Steuerberater vor, und um das Ganze noch zu toppen: es ist gerade mal Mai, und die Steuererklärung liegt nebst aller Unterschriften und Belege dem zuständigen Finanzamt vor.

Für meine Person wäre das ein quasi kaum zu überbietender Akt der Spießigkeit — wären da nicht auch das ordentlich eingezäunte Grundstück mit dem inzwischen einheitlich grünen Rasen. Unwohlsein macht sich breit, wenn die Fenster zu dreckig, der Boden zu staubig und der Wäschekorb zu voll sind. Es ist tragisch — ich werde alt.

Bemerkt habe ich das schon, als ich völlig freiwillig damit begann, meine Hardware-Sammlung aufzulösen1 — die Erkenntnis, daß nach 10 Jahren hinterm Terminal selbiges den Reiz für mich verloren hat, zumindest in der Freizeit. So tragisch. So wahr. ESC:%s/Hardware/Reallife/g

Über den Sommer wird nun also der ehemalige Hardware-Raum renoviert; die Vorarbeiten waren komplizierter, als man allgemeinhin so annimmt, aber es macht schon Spaß. Währenddessen flattert im Sommerwind die frisch gewaschene Wäsche auf der Leine, und Freunde kommen nicht mehr zu Hack-Sessions und LAN-Parties vorbei, sondern zum Grillen und Chillen. Mein Auto ist nicht mehr »das silbergraue zerknautschte Ding, daß es keinesfalls über den nächsten TÜV schaffen wird», und nicht nur, daß es Isofix-Befestigungen hat — ich weiß sogar, was das bedeutet. Es ist tragisch. Es ist wirklich tragisch2.

Willkommen also in einem neuen Abschnitt im Leben der localwurst; der fühlt sich zwar noch etwas ungewohnt an, aber eigentlich paßt es gar nicht so schlecht, ich wachse da sozusagen noch hinein :D Vorhin hatte ich die Idee, daß ich mich ja mal am Podcasten versuchen könnte; vielleicht könnte ich, zum Üben sozusagen, auch den ein oder anderen Blogartikel als Podcast zur Verfügung stellen. Das hätte ein bißchen was von Web-Zwo-Null, die Frage ist aber mehr so: würde sich das jemand anhören wollen? Angeblich habe ich ja eine »erotische Stimme«, das haben zumindest zu Callcenter3-Zeiten mal einige Kunden behauptet…

  1. BTW: braucht wer SGI-Kram? Sun-Zeug? Alten Apple-Ballast? Ich könnte in der Tat einen Laden eröffnen…
  2. In Wirklichkeit ist das alles nicht tragisch, ich find’s sogar irgendwie cool — es ist halt nur ungewohnt.
  3. ES WAR EINE TECHNIK-HOTLINE!!!
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Minderwertigkeitskomplexe

Da sitzen sie, Herr und Frau Nerd — er im kühlen Schatten und mit hochgelegten Beinen auf einem Stuhl, ich auf einer Liege, und wir beide tun, was wir gerne tun: wir lesen. Ich meinen Wälzer von Stephen King mit 1400 Seiten, er ein Hardcover von Ken Follet mit immerhin 1024 Seiten.

Eine Rentnerin spaziert vorbei, so braungebrannt, daß ein Menschenfresser ihre Haut angewidert an den Tellerrand schieben würde; auf den Armen trägt sie einen enorm großen Laptop nebst Ladegerät, und sie strebt der Empfangshalle entgegen, wo sie, gegen wöchentliche Gebühr, WLAN nutzen kann. Träge blinzle ich ihr hinterher und denke beiläufig »wie kann man nur…«. Ob sie eine Mailadresse hat? Börsenkurse checkt?

737-800

Boeing 737-800

Sonnentag reiht sich an Sonnentag, und langsam wird mir klar, daß außer uns offenbar a) nahezu jeder in der Anlage den Status »Renter« trägt und b) nahezu jeder der Rentner einen WLAN-Zugang gebucht hat; zu bestimmten Uhrzeiten ähnelt die Empfangshalle mehr einem Hörsaal (wenn auch einem im Altenheim), die Rentner drängen sich dicht an dicht mit ihren mannigfaltigen Devices und starren mit konzentrierten Blicken auf ihre Displays. Mehr noch: ich wurde Zeuge einer Unterhaltung zwischen drei Menschen (deren Alter addiert ungefähr 260 ergeben dürfte), sie sonnten sich auf ihrer Terrasse und erläuterten sich gegenseitig die Gründe zur Kaufentscheidung des iPad (»Und das iPad 2 erst! Auf das freue ich mich schon sehr!«) bzw. des Sony eBook-Readers. Denn, wie der Mann erzählte, er habe seiner Frau ja zuerst das iPad gekauft, damit sie ihre Bücher darauf lesen konnte — aber, wie die Frau einwarf, bei Sonnenschein hatte sie mit dem Display denn doch so ihre Probleme. Daher die zusätzliche Anschaffung des eBook-Readers, der an dieser Stelle besser geeignet sei — das iPad werde nun überwiegend für Skype und Bildbearbeitung genutzt. Und der dritte Herr schaute nicht etwa verdutzt, verwirrt oder gar WTF — der konnte prima mitreden, schwenkte seinen PDA und warf sich mit Feuereifer ins Wortgefecht.

Langsam ließ ich mein grob geschätzt 5kg schweres Buch sinken und betrachtete die drei Leutchen verblüfft; ich und Herr Nerd waren mit unserem Bücherfundus-für-drei-Wochen-und-zwei-Personen knapp am Gepäcklimit entlanggeschrammt, doch die Anschaffung eines eBook-Readers stand bei uns bislang mitnichten zur Diskussion. Und diese Leutchen, denen so gerne unterstellt wird, sie könnten keinen Geldautomaten unfallfrei bedienen, wissen nicht nur sehr gut bescheid — die haben zudem auch das nötige Kleingeld, sich diese Gimmicks anzuschaffen, und darüberhinaus Zeit und Muße, sich die Bedienungsanleitung reinzuziehen. Ich glaube, die Industrie hat diese Zielgruppe bis vor kurzer Zeit gar nicht auf dem Radar gehabt und dadurch recht viel Geld an sich vorüberziehen lassen :D Ich jedenfalls finde diesen Trend irgendwie cool, auch wenn er im Umkehrschluß bedeutet, daß ich hoffnungslos out bin.

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Wieder da. Meh.

In einem Seuchenlabor der U.S. Army kommt es zu einem tragischen Unfall, in dessen Folge ein für den Menschen tödliches Grippevirus freigesetzt wird; es rafft in kürzester Zeit fast die gesamte Weltbevölkerung dahin, und es zeichnet sich durch eine Übertragbarkeit von 99,4% aus: ein Husten, ein Niesen genügt. Die wenigen Überlebenden der Katastrophe rotten sich in der Wüste Nevadas zusammen, versuchen sich an der Gründung einer sozialen Gesellschaft und stellen sich dem finalen Kampf gegen das Böse — mit fiesen Verlusten, sicherlich, doch letztendlich siegt das Gute, ganz klar.

Den Roman »The Stand — Das letzte Gefecht« von Stephen King habe ich seit 1996 auf dem Bücherregal, doch es mußte 2011 darüber werden, daß ich mir die 1400 kleingedruckten Seiten auch tatsächlich antat — bei angenehmen 28°C am Strand, in der Sonne und mit Hut, auf der Terasse mit einem Glas Spargel, auf dem Sofa mit den Füßen auf dem Tisch, im Bett, wo die Bettwäsche kleine Palmen hatte. Und: man wird ganz schön paranoid, was die Auswürfe der Mitmenschen angeht, während man sich solch ein Buch reinzieht — letztendlich mußte ich da über mich selbst lachen.

Drei Wochen Urlaub — darum hat uns jeder beneidet, der davon wußte, mehr noch: darum haben wir uns im Grunde genommen selbst beneidet. Doch schon kurz nach der Ankunft war klar: wir waren gestreßter und kaputter, als wir ursprünglich gedacht hatten, und es dauerte erstaunlich lange, überhaupt ‘runterzukommen. Der Magen-Darm-Infekt in der letzten Urlaubswoche hat einen Gutteil der Erholung wieder zunichtegemacht (und ganz in Ordnung ist das immer noch nicht), und wenn ich ehrlich bin: nein, ich wollte den Rückflug gar nicht erst antreten.

Doch hier bin ich wieder und habe das Vergnügen mit all den Tasks, die ich auf die Zeit »nach dem Urlaub« geschoben hatte — also Nerviges, Zeitraubendes und einfach ziemlich viel. Vor allem Themen, von denen ich überwiegend keine Ahnung habe — und ganz schön viel lesen, telefonieren und mich informieren muß, um ansatzweise weiterzukommen.

Ich hab mich seit Januar ja auch relativ rar gemacht, habe mir aber im Urlaub fest vorgenommen, wieder mehr Bewegung in das Tagebuch zu bringen — ich hab so viele Ideen, und wenn ich noch lange warte, habe ich am Ende das Schreiben verlernt ;) Nein, mir fehlt einfach was, das muß sich ändern.Aber bei Euch hat sich ja auch nicht allzuviel getan in der Zwischenzeit: ich habe quasi keine Mails erhalten, nichteinmal Spam, in Euren Blogs ist es relativ still — seid Ihr alle im Streß? Erzählt doch mal.

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[Klang&Audio] 30-Day Song Challenge: Tag 7

Eine sicher ungewöhnliche Wahl ist der Titel, den ich mit einem bestimmten Event assoziiere: es handelt sich hierbei um das »Agnus Dei« von Krzysztof Penderecki aus dem Polnischen Requiem. Bei dem Event handelte es sich um einen internationalen Chorwettbewerb, und ich sang im »tiefen Alt« des teilnehmenden saarländischen und sich bis auf die Knochen blamierenden Kammerchors.

Das Stück ist hart, richtig hart. Auch wenn es Euch vielleicht schwerfällt: hört es trotzdem einmal an, genießt vor allem Passagen wie die bei 4:25 ;) Unser Chor erfüllte damals mehrere Kriterien, die eigentlich von einer Teilnahme hätten abhalten müssen; so war unser Tenor mit vier Leutchen gnadenlos unterbesetzt, dafür hatten wir zuviele Soprane, die sich alle als »Diven-in-der-ersten-Reihe« sahen und sich die Stimmbänder kaputtschrien. Wir hatten das Stück zwar einstudiert und geprobt, aber nicht oft und nicht lange genug.

Der Chor im Video beherrscht das Stück, und trotzdem ist es streckenweise dissonant: und jetzt stellt Euch das vor mit zu wenig Männerstimmen, zu schrillen Sopranen, noch dissonanter — und dann wißt Ihr, daß wir gegen den russischen (!) Berufschor (!!), gegen den wir auf Ansinnen unseres Chorleiters hin ansingen mußten, keine realistische Chance hatten…


Day 01 — Your favorite song
Day 02 — Your least favorite song
Day 03 — A song that makes you happy
Day 04 — A song that makes you sad
Day 05 — A song that reminds you of someone
Day 06 — A song that reminds of you of somewhere
Day 07 — A song that reminds you of a certain event

Day 08 — A song that you know all the words to
Day 09 — A song that you can dance to
Day 10 — A song that makes you fall asleep
Day 11 — A song from your favorite band
Day 12 — A song from a band you hate
Day 13 — A song that is a guilty pleasure
Day 14 — A song that no one would expect you to love
Day 15 — A song that describes you
Day 16 — A song that you used to love but now hate
Day 17 — A song that you hear often on the radio
Day 18 — A song that you wish you heard on the radio
Day 19 — A song from your favorite album
Day 20 — A song that you listen to when you’re angry
Day 21 — A song that you listen to when you’re happy
Day 22 — A song that you listen to when you’re sad
Day 23 — A song that you want to play at your wedding
Day 24 — A song that you want to play at your funeral
Day 25 — A song that makes you laugh
Day 26 — A song that you can play on an instrument
Day 27 — A song that you wish you could play
Day 28 — A song that makes you feel guilty
Day 29 — A song from your childhood
Day 30 — Your favorite song at this time last year

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Webserver-Tuning mit ‘varnish’

Mein Webserver war lahm. Ihr kennt das. Nicht unresponsive, aber gerade so, daß es nervte. Und: der apache2 futterte so langsam auch richtig Ressourcen. Nicht im roten Bereich und auch nicht so, daß das Netzteil gequalmt hätte, aber gerade so, daß es nervte. Und meine Lösung hieß varnish, und die stelle ich Euch hier in ultra-kurzer Konfiguration vor — es ist wirklich ganz einfach:

varnish installieren

$ apt-cache search varnish
varnish - a state-of-the-art, high-performance HTTP accelerator
$ sudo apt-get install varnish

apache2 konfigurieren

Den apache2 auf Port 8000 und ausschließlich localhost lauschen zu lassen ist eine Möglichkeit; natürlich führen auch hier viele Wege nach Rom…
## /etc/apache2/apache2.conf
NameVirtualHost *:8000
Listen 127.0.0.1:8000

varnish konfigurieren

In meinem Setup muß varnish auf Port 80 lauschen und dort Anfragen entgegennehmen:
## /etc/default/varnish
NFILES=131072
INSTANCE=$(uname -n)
DAEMON_OPTS="-a :80 \
-T localhost:6082 \
-f /etc/varnish/default.vcl \
-S /etc/varnish/secret \
-s file,/var/lib/varnish/$INSTANCE/varnish_storage.bin,1G"

Weitergabe konfigurieren

Abschließend wird konfiguriert, daß alles, was nicht von varnish (Port 80) selbst beantwortet werden kann, an apache2 (Port 8000) durchgereicht werden muß:
## /etc/varnish/default.vcl
backend default {
.host = "127.0.0.1";
.port = "8000";
}
sub vcl_deliver {
remove resp.http.X-Varnish;
remove resp.http.Via;
remove resp.http.Age;
remove resp.http.X-Powered-By;
}

Mittels ab, dem apache bench, kann man prima schauen, wie die aktuellen Werte so sind; ich habe den roten Aufruf zum ersten Mal vor Installation und Konfiguration gestartet — die Werte sind die untenstehenden schwarzen. Nach Inbetriebnahme von varnish habe ich den Aufruf erneut gestartet — jene Ergebnisse sind untenstehend (blau).

$ ab -n 25 http://tagebuch.localwurst.de/
This is ApacheBench, Version 2.3 <$Revision: 655654 $>
[...]
Concurrency Level:      1 (1)
Time taken for tests:   29.438 (16.374) seconds
Complete requests:      25 (25)
Failed requests:        0 (0)
Write errors:           0 (0)
Total transferred:      1312025 (1314051) bytes
HTML transferred:       1305525 (1305525) bytes
Requests per second:    0.85 (1.53) [#/sec] (mean)
Time per request:       1177.518 (654.974) [ms] (mean)
Time per request:       1177.518 (654.974) [ms] (mean, across all concurrent requests)
Transfer rate:          43.52 (78.37) [Kbytes/sec] received

Connection Times (ms)
                  min        mean[+/-sd]             median         max
Connect:        56 (63)    71 (103)  16.8 (169.6)     68 (65)     147 (915)
Processing:    993 (415) 1106 (552)  71.4 (566.1)   1104 (421)    1273 (3259)
Waiting:       282 (70)   358 (134)  51.2 (279.9)    355 (71)     527 (1467)
Total:        1060 (479) 1177 (655)  80.0 (735.2)   1169 (487)    1379 (4174)

Was in meinem Setup zu beachten ist: jegliche Anfrage, die fortan an den Webserver gestellt wird, kommt selbstredend von 127.0.0.1 ;) Mir ist das egal, da ich aufgrund meiner eigenen Datenschutz-Policy ohnehin seit Monaten auf das Festhalten jeglicher IPs verzichte. Für so manchen Webseiten-Betreiber könnte das jedoch durchaus ein Problem darstellen, allerdings ein lösbares. Konsultiert also (wie immer) die manpages und weitere Dokumentation, und Ihr werdet feststellen, daß dieses kleine Paket eine Fülle an Möglichkeiten bietet.

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Ich bin so traurig :(

Es ist albern, natürlich ist es albern — denn was ist schon ein Auto? Eine Karrosserie, vier Reifen, Lenkung, Motor. Mehr oder weniger Schnickschnack drumherum — in dem Falle tendentiell eher weniger, denn wir reden von Baujahr 1991. Wir reden von altersbedingten Mängeln, von Materialermüdung und Rost, von Wirtschaftlichkeit und Vernunft.

Ja, es ist albern, denn es ist ja nicht so, daß ich ab jetzt zu Fuß gehen müßte. Ich hab den Nachfolger sogar schon, und er ist größer, er ist viel jünger, er ist wirtschaftlicher. Er hat eine Menge sinnvoller Features (auch einige fragwürdige), und er war ein Schnäppchen. Er war die Entscheidung mit dem Kopf, für jetzt und für die Zukunft.

Aber mein Herz entscheidet sich für das kleine silbergraue Häufchen Elend vor der Tür, das mit der Delle im Dach und den Rostflecken an den hinteren Kotflügeln; das mit dem wunderbaren Laufgeräusch und den bequemen Sitzen, das so einige erfolgreiche Urbex-Touren überhaupt erst möglich machte.

Und so schaue ich auf meinen Silberfisch, der so traurig draußen im Regen steht, und ich weine bitterlich. Vielleicht, weil ich albern bin und irgendwie gestört. Vielleicht aber auch, weil es für mich das Ende einer Ära ist.

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[Klang&Audio] 30-Day Song Challenge: Tag 6

Sommer 1998: ein schwarzer Fiat Panda (35PS, mit doppeltem Faltdach!), meine Cousine, eine Handvoll Geld für Sprit und eine Fahrt nach Cap Ferret — ein ganz unglaublicher Urlaub, wenngleich er nur sechs Tage dauerte und wir uns aus Geldmangel vorwiegend von Weißbrot und Rotwein ernähren mußten 1. Das Zelt war undicht und stand schon nach der zweiten Nacht vollständig unter Wasser, die langen und unglaublich starren Nadeln der Pinien ruinierten mein »Bett«, meine Luftmatratze, die ich vor das feuchte und leicht muffig riechende Zelt gezerrt hatte — aber das Wetter war herrlich, die Nachbarn waren nett, die Fahrt zur Dune de Pyla war unvergleichlich — der Sonnenuntergang, die Hippies mit ihren Trommeln.

Der Panda hatte ein leierndes Cassettendeck, und meine Cousine hatte eine Cassette — »Dreizehn« von den Ärzten. Das gesamte Album hatte sie auf die Cassette kopiert, und um die Cassette voll zu bekommen, bestand die B-Seite überwiegend aus dem Titel »Der Graf«, dem Titel, den ich am wenigsten mochte; doch Spulen konnte mein Cassettendeck schon lange nicht mehr, zum Rausholen einer Cassette brauchte man zumindest zwei freie Hände, und irgendwo zwischen Troyes und Orléans war Cousinchen in seligen Schlaf gefallen… Und so eierte ich Stunde um Stunde über die Route Nationale, bei strahlendem Sonnenschein, mit aufgeklapptem Dach, mit knappen 70km/h 2 — und barfuß.

Und das ist es, was ich vor mir sehe, wenn ich das Haß-Lied »Der Graf« von den Ärzten höre *lach*:


Day 01 — Your favorite song
Day 02 — Your least favorite song
Day 03 — A song that makes you happy
Day 04 — A song that makes you sad
Day 05 — A song that reminds you of someone
Day 06 — A song that reminds of you of somewhere

Day 07 — A song that reminds you of a certain event
Day 08 — A song that you know all the words to
Day 09 — A song that you can dance to
Day 10 — A song that makes you fall asleep
Day 11 — A song from your favorite band
Day 12 — A song from a band you hate
Day 13 — A song that is a guilty pleasure
Day 14 — A song that no one would expect you to love
Day 15 — A song that describes you
Day 16 — A song that you used to love but now hate
Day 17 — A song that you hear often on the radio
Day 18 — A song that you wish you heard on the radio
Day 19 — A song from your favorite album
Day 20 — A song that you listen to when you’re angry
Day 21 — A song that you listen to when you’re happy
Day 22 — A song that you listen to when you’re sad
Day 23 — A song that you want to play at your wedding
Day 24 — A song that you want to play at your funeral
Day 25 — A song that makes you laugh
Day 26 — A song that you can play on an instrument
Day 27 — A song that you wish you could play
Day 28 — A song that makes you feel guilty
Day 29 — A song from your childhood
Day 30 — Your favorite song at this time last year

  1. Oder von Pastis. Das war eine prägende Erfahrung… :D
  2. Autobahn war zu teuer für uns wg. Maut
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